Die Krankheitsdiagnose unserer Weltgemeinschaft

Es reicht nur ein kurzer Überblick der aktuellen Probleme einer weltumspannenden Demokratie, um die Schwierigkeiten zu begreifen, welche die heutige Form der Demokratie in sich birgt. Es drängt sich vor allem diese Frage: Wie können wir die Demokratie so verbessern, dass sie unser gemeinsames Leben der Ersten Globalen, wirklich weltumspannenden Zivilisation effektiv und zufriedenstellend für alle regulieren kann? Ist das überhaupt möglich? Ich denke, ja, es ist möglich. Dafür müssen wir aber zuerst am anderen Ende des Problems was ändern. Und zwar, wir müssen uns zuerst im Klaren sein, wer wir tatsächlich sind? Und danach, was das bedeutet, „wir alle zusammen“?

Wir müssen endlich begreifen, dass die letzten Jahrhunderte im Hinblick auf die Gesellschaftsbildung kontraproduktiv waren. Vor allem die sogenannte Westliche Hälfte der Welt hat ihre Gesellschaften zu einer bunten, losen, und unzufriedenen mit sich selbst Ansammlung von Individualisten degradiert. Die westlichen Gesellschaften sind eigentlich keine Gesellschaften mehr. Wir haben es gelernt, diese Veränderung als eine natürliche Entwicklung der Menschheit zu betrachten. Wir hinterfragen sie nicht mehr. Wir starten jede Diskussion über die Demokratie mit den "fertigen" (also erwachsenen) Bürgern vor Augen und wollen die Stimme jeden Einzelnen genauso wichtig sehen, wie die aller Anderen. Dabei haben wir die Natur komplett vergessen. Wir haben uns nicht nur ökologisch, sondern auch sozial von der Natur abgekoppelt. Wenn aber unsere Erste Globale Zivilisation der Erde als eine natürliche evolutionäre Entwicklungsstufe anzusehen ist, so soll auch die partizipative Demokratie, die das Zusammenleben dieser Zivilisation regulieren soll, an die natürlichen Grundlagen des Lebens aller Mitglieder dieser Zivilisation gekoppelt sein. Hier aber müssen wir sehr deutlich werden: Diese natürliche Grundlage des Lebens von jedem einzelnen Mitglieder unserer Zivilisation ist nach wie vor, und bleibt für immer, seine eigene Familie. Abgesehen von pathologischen Ausnahmen, gibt es keine Mitglieder unserer Zivilisation, die nicht einer Familie abstammen.

Gerade deswegen widmen wir unsere Anstrengung hier dem Überblick über unser Verständnis des Begriffs Familie als Quelle der Menschen, also der Teilnehmer, der Partizipanten in einer natürlich partizipativen Demokratie.

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