Reales Aussterben: Beispiel Deutschland morgen

(Anhang 3 zum Buch von Peter Jakubowski „Atlantis of the Neanderthals“ aus dem Jahre 2014; übersetzt mit www.DeepL.com/Translator-kostenlose Version; das Original-Buch zum Nachschauen online: https://naturics.info/naturics-online-books/).

Wenn wir 20-30 Jahre in die Zukunft blicken, welchen Unterschied können wir zwischen dem "Deutschland von heute" und dem "Deutschland von morgen" vermuten?

Vor fünf Jahren hat George Friedman, der Gründer des amerikanischen geopolitischen Nachrichtendienstes Stratfor, in seinem Bestseller "The Next 100 Years" geschrieben, dass die Rolle Deutschlands in Europa in wenigen Jahrzehnten unter die von Polen sinken wird. Als Hauptgrund hat er die katastrophale demografische Entwicklung in Deutschland genannt.

Man könnte meinen, fünf Jahre seien ein zu kurzer Zeitraum für einen demographischen Wandel. Doch das ist ein Irrtum. Und dieser Fehler wird sich auch in der deutschen Politik wiederholen, auch in der Familienpolitik. In nur fünf Jahren ununterbrochener politischer Untätigkeit haben Sie eine ganze Generation von Kindern in den Grundschulen (vierjährig) verloren. Sie haben eine Chance vertan, die Lehrer dieser Schulen umzuerziehen. Das Ergebnis ist, dass diese Lehrerinnen und Lehrer nach diesen fünf Jahren fünf Jahre hinter der Weltentwicklung zurückgeblieben sind; die Welt hat einen großen Schritt in eine neue Richtung namens "Globalisierung" gemacht. Die deutsche Familien- und Bildungspolitik hat sich nicht bewegt. Und wer stehen bleibt, der geht in der Tat zurück.

Ein noch größeres Problem für die deutsche Nation ist jedoch, dass sie nicht akzeptieren kann, dass ihr demographisches "Aussterben" sehr bald unumkehrbar werden könnte.

In deutschen Dokumenten habe ich nur eine Broschüre "Familien in Deutschland; Zahlen und Fakten" von Heribert Engstler & Sonja Menning vom Deutschen Zentrum für Altersfragen, Berlin, Dezember 2004, gefunden, mit einem Vorwort von Renate Schmidt, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Es ist merkwürdig, dieses Vorwort zu lesen, das sich mehr an eine "internationale Gemeinschaft" richtet als an die deutschen Bürger, die einfach aussterben. Natürlich klingen die meisten Sätze dieses Vorworts gut und sogar weise. Sie wirken aber eher beruhigend oder gar tröstend als alarmierend, was viel notwendiger wäre.

So lesen wir dort: "Entwicklungen wie der Wandel der Familienstrukturen, die wachsende Zahl von Familien unterschiedlicher ethnischer Herkunft und die aktuellen demographischen Prozesse haben grundlegende Auswirkungen auf die sozialen Sicherungssysteme. Die Entwicklungen in diesem Bereich sind nicht auf den nationalen Kontext beschränkt, sondern sie sind globale Phänomene. Wir leben in einer Zeit der Internationalisierung und Globalisierung und die damit verbundene Mobilität führt zu unterschiedlichen Formen des Zusammenlebens. Inmitten aller Umwälzungen und Neuerungen gibt es jedoch einen konstanten Faktor: die Familie. Die Familie hat heute viel mehr Facetten als in früheren Zeiten; neben der Ehepaar-Familie mit Kindern gibt es eine große Zahl von nichtehelichen Familien, Alleinerziehenden und Familien, die aus mehreren Haushalten bestehen. Die Veränderungen in der äußeren Form ändern aber nichts daran, dass die Familie nach wie vor das Kernelement der Gesellschaft ist. Die Familie ist und bleibt das Grundmodell für gelebten Gemeinsinn, so dass nur eine familienfreundliche Nation eine Nation mit Zukunft ist. Deshalb ist die Akzeptanz der Familie ein wesentliches politisches Credo - in Deutschland und in der Welt.“ (So weit stimme ich zu; aber es fehlt noch das richtige Alarmsignal, das zum sofortigen Handeln zwingt. Im Folgenden geht Frau Ministerin auf den internationalen Kontext der aktuellen Situation weltweit ein, um "die internationale Debatte zu diesem Thema zu fördern"; P.J.)

Die Broschüre wurde vor zehn Jahren (also 2004; P.J.) geschrieben. Und was hat sich seither in Deutschland geändert? Nur eines, soweit ich weiß, die Aussterberate hat sich beschleunigt. Ist das immer noch kein Grund zur Sorge? Scheinbar nicht.

Vergleichen wir doch einmal die frei verfügbaren Daten. In den Regierungsstatistiken der USA finden wir folgende Zahlen:

Ehepaarhaushalte 2010 insgesamt: 56.510.377 (2010);

zum Vergleich: 54.493.232 (2000);

58.000.000 (2013);

Paare gleicher Rasse oder gleicher hispanischer Herkunft insgesamt:

51,141,342 (2010);

50,452,248 (2000) ;

52,000,000 (2013).

Im Dokument "C1. Haushaltsbeziehungen und Familienstand von Kindern/1 unter 18 Jahren, nach Alter und Geschlecht: 2013" finden wir Folgendes:

Insgesamt unter 18 Jahren in der Familie: 68.003.000 (2013).

Aus diesen Daten können wir berechnen: => 68 Millionen Kinder in 52 Millionen verheirateten Paarhaushalten ergibt den Schluss: 1,3 Kinder/gesunder Haushalt (USA; 2013).

Das bedeutet, dass 1,3 Kinder pro gesundem amerikanischen Haushalt die Chance haben, beim Start ins Erwachsenenleben liebevoll unterstützt zu werden und danach noch einen guten Grund zu sehen, eine eigene Familie zu gründen und ihre eigenen Kinder ebenso zu unterstützen. Rein rechnerisch scheint selbst die Zahl 1,3 Kinder pro Familie zu niedrig für eine gesicherte Zukunftsentwicklung zu sein, aber das ist nun mal ein amerikanisches Problem.

Aber was ist mit Deutschland? Auf der ersten Seite der erwähnten Broschüre ist zu lesen:

"Die durchschnittliche Haushaltsgröße in Deutschland ist seit Jahrzehnten rückläufig. Seit den 1950er Jahren ist sie um ein Viertel gesunken. In Westdeutschland gab es 1955 noch 3,0 Personen pro Haushalt, 1972 2,7, und im Jahr 2000 nur noch 2,2 Personen pro Haushalt...

Zwei Drittel aller Haushalte in Deutschland sind Ein-Generationen-Haushalte, d.h. Ein-Personen- oder Paarhaushalte ohne Kinder. (Bitte lesen Sie den letzten Satz zweimal oder noch öfter; P.J.) Jeder dritte Haushalt ist ein Mehrgenerationenhaushalt. Im Jahr 2000 lebten in 12,6 Millionen Haushalten zwei Generationen, das ist ein Anteil von 33 Prozent an allen Haushalten. Mehrgenerationenhaushalte in Deutschland bestehen fast ausschließlich aus Zwei-Generationen-Haushalten, also aus Familien mit Eltern und Kindern. Nur 0,3 Millionen Haushalte (0,8 % aller Haushalte) beherbergen 3 oder mehr Generationen. Großeltern, Eltern und Kinder, die unter einem Dach leben, sind also eine schrumpfende Minderheit aller Haushalte."

Wie wir sehen, sollte unsere oben errechnete Zahl von 1,3 Kindern in jedem "gesunden" amerikanischen Haushalt mit einer Zahl von 0,3 (oder weniger) in einem entsprechenden deutschen Haushalt verglichen werden. 1,3 gegenüber 0,3; ist das nicht ein alarmierendes Signal genug? Eine wirklich gesicherte Zukunft kann man erst dann sehen, wenn eine Nation den Wert von etwa 2,5 erreicht, also das Doppelte des amerikanischen und das Achtfache des deutschen Wertes.

Wenn wir nun noch die Information hinzufügen, dass jeder zweite Deutsche bereits älter als 45 Jahre ist, dann müssen wir kein Prophet sein und sagen, dass um 2040 (in nicht mehr als 25 Jahren) mindestens ein Drittel aller deutschen Haushalte leer stehen wird. Das zweite Drittel wird in den nächsten ein bis zwei Jahrzehnten folgen. Die östlichen Regionen Deutschlands kennen das Problem schon heute. Sie versuchen, die Situation zu minimieren, indem sie die leerstehenden Häuser einfach abreißen. Eine Lösung des Problems ist das sicher nicht.

In Deutschland gibt es etwa 700.000 Geburten pro Jahr. Die Differenz zur Zahl der Sterbefälle wird jedoch immer größer. Im Jahr 2012 waren es rund 200.000. Eine mittelgroße Stadt, wie Kassel oder Mainz, verschwindet Jahr für Jahr. Und niemand kümmert sich darum? In den nächsten 25 Jahren wird diese Rate auf eine Million im Jahr zugehen. Und niemanden kümmert das?

Doch, mich schon. Ich möchte wissen, in welchem Land meine Enkelkinder mit ihren eigenen Kindern leben müssen. Kann ich ihnen helfen? Ich denke, das ist eine falsche Frage. Ich muss ihnen helfen. Wir alle, die wir noch in Deutschland leben, müssen unseren Kindern und Enkelkindern helfen. Und zwar nicht erst nach den unzähligen "internationalen Debatten zu diesem Thema", die vom Familienministerium oder einer anderen bürokratischen Institution gefördert werden. Wir müssen jetzt helfen, sofort. Und wie? Ich kann nur meine eigene spontane Idee einbringen. Jede andere Idee wäre ebenfalls willkommen.

Wir müssen unsere Sichtweise über den Sinn unseres Lebens hier auf der Erde ändern. Ohne jüngere Mitglieder der eigenen Familie, aber mit einem vollen Konto auf einer Schweizer Bank zu sterben, kann nicht dieser Sinn sein. Auch das Gold der Maya konnte ihr "Aussterben" nicht verhindern. Wenn ich als letztes Mitglied meiner eigenen Familie alt (ich meine wirklich alt, "zum Sterben bereit") werden sollte, wäre es mein erster Gedanke, mit all meinem verbliebenen Vermögen und meinen physischen Kräften einige andere Kinder zu unterstützen. In einer solchen Situation sollte mir selbst ein "fremdes" Kind mehr wert sein als mein eigenes Auto, auch wenn es der neueste "Mercedes" oder "BMW" sein könnte. Kein einziges Kind, das in einem so reichen Land wie Deutschland lebt, sollte hungrig, schmutzig, schlecht ausgebildet sein, in einer kalten oder zu kleinen Wohnung leben, ohne eigenen Raum zum Lernen und Spielen. Die Familien mit Kindern mussten kostenlos eine geeignete Wohnmöglichkeit erhalten. Die Schulen müssten an die vorhandenen Kinder angepasst werden und nicht an das bestehende bürokratische Schulsystem. Nur die Lehrer, die von der Mehrheit einer Klasse akzeptiert werden, sollten sie unterrichten dürfen. Wir müssen nur unsere Sichtweise viel stärker auf die Sichtweise der Kinder umstellen. Erziehung, einschließlich Disziplin und Verhalten, ist sinnlos, wenn sie gegen die Erwartungen der Kinder durchgeführt wird.

Sie können die Idee selbst erweitern, aber wir müssen unsere Sichtweise tatsächlich ändern, am besten noch heute. Die einzige realistische Option für morgen könnte lauten: "Good-bye Deutschland".

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